Die künstlerische Form der Skulptur wird hier fast zweidimensional, die dritte Dimension liegt beinahe verborgen: Die Tiefe des Lebens und des schriftstellerischen Schaffens Bertha von Suttners findet sich in einer Welle. Die Bewegung des Wassers transportiert die Auflösung der Grenzen zwischen Innen und Außen. So wie das äußere Engagement von Suttner und der Inhalt ihres schriftstellerischen Schaffens eine Einheit bilden, so spricht die Skulptur nicht mehr von Innen und Außen, sie fließt. Die sanfte wellenförmige Bewegung bildet ein Thema: Als eine Friedensbewegung könnte man sie bezeichnen, ebenso als eine dynamische Kraft, nicht explodierend sondern in sich ruhend, statisch, meditativ. Wellen als fließender Teil eines größeren Ganzen.

Diese Arbeit der österreichischen Künstlerin Lilo Schrammel schließt an ihre vorhergehenden an. In der „Wellenblock“ Serie beschäftigte sich Schrammel mit der Form der Welle, in der Serie „Fluid Permanence“ mit Kreissegmenten. Ein Schwingen ist diesen runden Formen gemein, in den „Fluid Permanence“ Werken in expressivem Ausdruck, in den Wellenblock-Arbeiten in Reduktion und ruhiger Konzentration.